Bericht zum Treffen 2017


Bericht vom Treffen 2017 in Flensburg – zum 10jährigen Jubiläum der „Bordgemeinschaft D187 Zerstörer Rommel“ - vom 26.05. - 28.05.2017

Vorwort:

Nachdem das Treffen 2016 in Stralsund beendet war, begannen die Planungen für das Treffen 2017. Turnusmäßig war eigentlich ein Sail-Ex für 2017 geplant aber auf Grund der hohen Nachfrage unserer Mitglieder und dem Wunsch, doch bitte zu unserem „10jährigen“ auch ein Landtreffen zu planen, kam das ORGA-Team der BG-D187 diesem Wunsch gerne nach.

Zur den ersten Überlegungen des Planungs-Teams gehörte natürlich, sich über die Örtlichkeit Gedanken zu machen. Kiel, Wilhelmshaven,Travemünde, Rostock, Hamburg, Flensburg. All diese Orte waren Gegenstand der Überlegungen des ORGA-Teams.

Hierzu wurden erste Eckdaten festgelegt und wir begannen die entsprechenden Hotels sowie die möglichen Veranstaltungsorte für Unternehmungen und Bordabende abzuklären. An vielen Orten passte es nicht. Mal waren keine geeigneten Örtlichkeiten, keine geeignete Gastronomie oder schlicht nicht genug Übernachtungsmöglichkeiten vorhanden. So fielen dann die ersten Orte aus der engeren Wahl.

Das ORGA-Team beriet weiter und hat sich letztlich auf Flensburg geeinigt. Hier kam hinzu, zu geeigneten Hotels und Gastronomie, dass die „Rum-Regatta“ an diesem Wochenende in Flensburg stattfinden würde.

Dieses alljährliche Spektakel in der Flensburger Förde sollte einen wunderbaren maritimen Rahmen für unser Treffen bilden.

Es wurde auch ein Besuch der Marineschule in Mürwik ins Auge gefasst. Dort liegt schließlich unter anderem ein „Patentanker“ von Zerstörer Rommel.

Unserem BG-Mitglied Hans-Jürgen alias „Schwarzfuss“ sei schon hiermit ein großer Dank ausgesprochen. Hans-Jürgen hat seine Unterstützung angeboten und vor Ort weitere Absprachen mit den Gastronomen, Hotels und der Marineschule Mürwik durchgeführt. So konnte ein rundes Treffen sichergestellt werden.

Die finalen Planungen dazu liefen also an und nach einigen Wochen konnte den Mitgliedern der Bordgemeinschaft ein entsprechendes „Flensburg-Paket“ zum Jubiläum der BG-D187 präsentiert werden. Insgesamt meldeten sich 48 Teilnehmer zu diesem Treffen an.


 

 Bericht:

Freitag, 26.05.2017

Am Freitag sammelten sich ab 14:00 Uhr die Teilnehmer in den Hotels in Flensburg, die vom ORGA-Team vorab reserviert worden sind.

In beiden Hotels wurden die Teilnehmer von einem Vorabkommando empfangen, konnten anschließend ohne Probleme ihre Zimmer beziehen. Natürlich inklusive einem erstem Löschwasser gegen den „Anfahrtsdurst“.

Ab 15:30 Uhr hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, an einer Führung im Schifffahrtsmuseum Flensburg teilzunehmen. Das herrliche Wetter jedoch lockte viele Teilnehmer gleich in die Hafenmeile um das Treiben rund um die "Rumregatta" zu geniessen. Gemütlich verteilte man sich in die Biergärten und genoß die "Hopfenkaltschalen"

Die Teilnehmer hatten bis 18:30 Uhr Zeit sich auf das Abendessen, mit großem Buffet, im Cafe Central vorzubereiten.

Das Nordertor, Teil der ehemaligen Stadtbefestigung

Nach einer Ansprache von den ORGA-Team Mitgliedern Patrick alias "Smut", Hans-Jürgen alias "Schwarzfuss" und Jürgen alias "Jambo", welche die Bedeutung dieses Treffens herausstellten und den Teilnehmern dankten, wurde von unserem Mitglied Hermann alias "DCH" ein Bildband vorgestellt den er, zur Überraschung aller in eigener Initative vorbereitet hatte, und zum 10jährigen Treffen an jedes BG-Team-Mitglied als Geschenk überreichte.

Danach wurde das Buffet freigegeben und gestürmt.

Hier gab es neben einem Spanferkelbraten, gebratenem Lachs, Räucherlachs, Roastbeef, geräucherter Putenbrust noch viele andere Leckereien. Natürlich auch eine große Salatauswahl nebst Bratkartoffeln, Gratin, Käseplatten und vielem mehr.

Da es im Cafe Central, doch sehr warm war, hat sich der "Beercall" und Klönschnack nach dem Backen und Banken auf die Terasse des Cafe Central verlagert.

Durch engagierte Teilnehmer, wie z.B. Barbara und mit Hilfe des Personals haben wir schnell für alle Tische und Sitzplätze im Aussenbereich mit Beschlag belegt.

Die Teilnehmer saßen beim Klönschnack gemütlich zusammen oder bummelten durch die bunt geschmückte Hafenmeile die zur „Rum-Regatta“ bestens gefüllt war.

Flascherl und Aufnäher 2017

Samstag, 27.05.2017

Ab 0700 konnten die Teilnehmer ein ausgiebiges Frühstücksbuffet in den Hotels genießen, bevor der Taxitransfer zum Hafen startete.

Dort, am Anleger "Schiffsbrücke" angekommen, wurden vom Team die Fahrkarten für die Schiffstour zur MS-Mürwik und anschließend einer Fahrt zu den Ochseninseln verteilt.

Nach einer geringen Wartezeit gingen wir an Bord von der MS Viking, und legten ab in Richtung MSM.

Die etwa 20 minütige Fahrt zur Marineschule Mürwik wurde von den Teilnehmern bei bestem Wetter genossen. Auch an Bord konnten wieder Erfrischungen geordert werden.

Das „Kaiserwetter“ machte es möglich, dass sich die Teilnehmer auch an Oberdeck aufhalten konnten.

Am Anleger der Marineschule Mürwik wurden wir von einem Leinenkommando empfangen.

Die beiden Stabsbootsleute, die Herren Haak und Himmen, die wir für eine außerordentliche Führung durch die Marineschule Mürwik an diesem Samstag gewinnen konnten, teilten die Gäste in zwei Gruppen auf und führten uns unter fachkundigen Kommentaren durch die Räumlichkeiten der MSM.

Wir durften hier zunächst die Aussenanlagen besichtigen und bekamen historisches Wissen vermittelt, bevor wir uns in die Innenräume begaben. Zu erwähnen ist hier auch der sogenannte "Remter", die Festhalle und Veranstaltungssaal der Marineschule. Von hier hatten wir einen herrlichen Blick auf die Freitreppe und den Exerzierplatz auch "Admiralswiese" genannt, auf dem auch heute noch Vereidigungen stattfinden.

Letztlich rundete der schöne Blick auf die Flensburger Förde diese Eindrücke ab.

Ein Besuch beim "Patentanker von Z-Rommel" war natürlich inbegriffen.

Nach dieser Führung durch die MSM wurden wir pünktlich vom Fahrgastschiff MS Viking, gegen 11:50 Uhr, wieder aufgenommen und es ging in Richtung dänische Ochseninseln und Glücksburg weiter in die Außenbereiche der Flensburger Förde.

Der Zeitpunkt konnte nicht besser gewählt sein. Wir konnten das komplette Regattafeld der "Rumregatta", bestehend aus mehr als 150 Traditionsseglern, aus nächster Nähe bestaunen.

Mit Hopfenkaltschale und Kaiserwetter eine perfekte Fahrt über die Förde.

Nachdem wir die Ochseninseln einmal umrundet hatten, stoppte der Skipper der Viking wie verabredet auf und es wurde ein Kranz zu Ehren unserer verstorbenen Mitglieder gewassert. Unser Mitglied Kalle ( Limbokönig ) pfiff seemänisch und ordnungsgemäß die Seite dazu.

Die Teilnehmer versammelten sich dazu im Achterbereich der MS Viking.

Unser Mitglied Hans-Jürgen (Schwarzfuss ) sprach dazu ein paar bewegende Worte und die Teilnehmer gedachten der Kameraden in einer Gedenkminute.

Nach der Wasserung drehte der Skipper nochmal um 360° rund um den Kranz. Die Zivilisten die an Bord waren staunten nicht schlecht, hatten sie derlei Zeremonien wohl noch nie gesehen.

Um ca. 13:15 Uhr machte die Viking wieder im Flensburger Hafen am Anleger "Schiffsbrücke" fest. Die Teilnehmer verteilten sich sogleich im Hafen um erneut Maßnahmen gegen die Unterhopfung zu ergreifen.


Um 14:30 Uhr trafen wir uns mit unserer Stadtführerin Frau Ruth Rolke, die uns freundlicherweise in der Tracht von einer sogenannten „Petuh-Tante“, durch die historischen wie modernen Teile der Stadt führte.


Info: Der Überlieferung nach stammt der Begriff Petuh von den Petuhtanten, kultivierte Damen der Flensburger Mittelschicht des ausgehenden 19. Jahrhunderts, die sich bei sogenannten Butterfahrten auf Förde Dampfern zu Kaffee und Klönschnack (Plauderei) trafen. Diese besaßen dazu zumeist ein Dauerticket für die Schiffe, ein „Partout-Billet“ (aus dem Französischen). Von dem Wort „Partout“ stammt der umgangssprachliche Begriff „Petuh“.


Unsere Stadtführerin Ruth, immer wenn sie einen mitgebrachten Hut aufsetzte, war sie eine Petuhtante, erklärte mit viel Gespür, Humor und kleinen Anekdoten die Historie von Flensburg, dem Hafen und der Förde.

Wir schlenderten durch zahlreiche interessante Innenhöfe, vorbei am alten "Rum-Haus" der Flensburger Firma Johannsen. Ebenso besichtigten wir den sog. "Burghof", ein Innenhofkomplex mit dazugehörigen Wohnhäusern im Stil der Heimatschutzarchitektur aus den Jahren 1909/1910. Dieser Burghof weist einen deutlichen Burgcharakter auf und entfaltet damit eine historisierende Wirkung.

Weiter ging es, wieder in Richtung Hafen, auf der Norderstraße. Hier baumeln, an langen Leinen, Überreste der Strassenbahn-Oberleitung und in luftiger Höhe quer über die Strasse gespannt, zahlreiche Schuhe und Schuhpaare.

Hier war das sogenannte "Shoefiti" (von engl. shoe – Schuh und graffiti – Graffiti) zu sehen. Ein Trend der angeblich aus Schottland oder den Vereinigten Staaten stammt. Erklärt wird dieses Phänomen in Flensburg etwa so: Kunden eines Skatershops haben nach Kauf neuer Sneaker ihre alten Schuhe zurückgelassen und der Ladenbesitzer warf diese über die Leinen. Sein Nachbar vom St.-Pauli-Fanshop soll sich bald darauf angeschlossen haben. Die Schuhe der Norderstraße wurden zu einer Sehenswürdigkeit der Stadt und einem beliebten Fotomotiv.

Abschließend besuchten wir noch ein paar schön renovierte Fischerhäuschen in den Bereichen des Hafens.

Nach der Stadtführung hatten die Teilnehmer Zeit um noch etwas durch die Hafenmeile zu bummeln oder sich in den Hotels für den Abend frisch zu machen. Ab 18:30 war der Abend mit großem Buffet erneut im „Cafe Central“ geplant.


Um 18:30 Uhr wurde das große "Schnitzel-Buffet" freigegeben und gestürmt. Neben Schnitzeln in allen Varianten, Kartoffeln- und Käsespezialitäten wurden frische Salate, Dips und Saucen aller Art angeboten. die Teilnehmer machten ausführlich Gebrauch davon und ließen es sich schmecken.

Hier konnten sich die Gäste aus dem vielfältigen Angebot bedienen.

Der Abend wurde anschließend wie bereits am Freitag praktiziert, auf der Terasse mit allerlei Klönschnack von allen Teilnehmern genossen.

Auch der KaFü „Jambo“ konnte an diesem Wochenende begehrte Artikel aus den Beständen der Bordkantine unter den Teilnehmern verteilen.

Es wurden zudem neue Ideen geboren. Beispielsweise eine BG-Flagge, in kleinerer Form, für die Mitglieder oder auch eine zusätzliche Oberbekleidung mit dem Emblem der BG-D187 usw…usw.

All diese Vorschläge werden natürlich auf Umsetzung vom BG-Team geprüft und gegebenenfalls umgesetzt.

Nach einem reichhaltigen Frühstück in den Hotels kam das große „Tränendrücken“ zum Abschied und die Teilnehmer verließen ab 11:00 Uhr Flensburg mit Ziel ihres Heimathafen’s.

Wir bedanken uns bei allen Teilnehmern die zum Gelingen dieses schönen Treffen‘s , dem 10jährigen Jubiläum, der BG-D187 in Flensburg beigetragen haben:


  • Der Bewirtschaftung durch das Cafe Central mit Ihrer Chefin Petra an beiden Bordabenden und der super Versorgung.
  • Dem Skipper der Flensburger Förde-Reederei und der Crew der "MS Viking", der eine Kranzwasserung möglich gemacht hat.
  • Den Stabsbootsleuten Herren Haack und Himmen für die interessante Führung durch die Marineschule-Mürwik.
  • Der „Petuh-Tante“ Frau Ruth Rolke für die tolle und informative Stadtführung.
  • Den Hotels Crews von „Hotel Nordig“ und „Hotel am Fjord“ in Flensburg.
  • Dem Taxidienst FKC für die problemlosen und pünktlichen Transfer‘s der Teilnehmer.
  • Und bei unserem Mitglied Hans-Jürgen alias „Schwarzfuss“ für die ORGA im Vorfeld und vor Ort.
  • Last but not least bei allen Teilnehmern. Ohne Euch hätte das alles nicht funktioniert.
Aufnäher zum Treffen in Flensburg
Aufnäher zum 10-jährigen der BG-D187

Vielen Dank an Euch alle!


Mit kameradschaftlichen Gruß vom Team der BG-D187