Treffen 2009

Bericht vom Treffen der BG-D187 2009



Freitag 15.05.2009

Gegen 15.00 Uhr sammelten sich die Teilnehmer des BG-Treffens in Hamburg.
Ort der Veranstaltung war das BFW ( Berufsförderungswerk Hamburg)
Unser BG-Mitglied Volker hatte dort für Unterbringungsmöglichkeiten der Teilnehmer gesorgt und gerne wurde dies von den Teilnehmern in Anspruch genommen.
Mit WoMO, Mopped, Auto, Flieger oder Bahn trudelten also nach und nach die Leute aus ganz Deutschland, ob von der schweizer Grenze oder aus Holstein, dem Schwabenländle, dem Ruhrpott, dem Weserbergland oder auch als Eingeborene aus Hamburg, zum Treffpunkt.

Nach der Erstversorgung der durstigen Kehlen fanden sich bekannte und auch unbekannte Gesichter zum Klönschnack ein.
Die Zimmerverteilung ging zügig voran, sichere Stellplätze für die Moppeds und Womo's waren schnell gefunden und nach kurzen Erfrischungen wurde der für das Wochenende gemietete "Partyraum" in Beschlag genommen.




Natürlich waren sofort wieder die "Stories" aus alten Zeiten das Thema, alte Fotos und Bücher wurden gewälzt und so manche Erinnerung in Form von "weisst Du noch...in...am...um...." kam dabei heraus.

Gegen 17.30 Uhr war die Truppe fast komplett und sogleich wurde der Ruf nach "Feuer an" laut.
Wir hatten ja jede Menge Grillgut vorbestellt und die Teilnehmer nach der teils langen Anreise nun auch reichlich Appetit mitgebracht.

Kurzum, der Grill wurde nach Heizermarnier angeworfen.



und bald darauf fanden sich die ersten Freiwilligen ein um das köstliche Grillgut auf die Roste zu schieben. Die Leute liessen es sich anschließend schmecken




In der Zwischenzeit wurde auch die Musikanlage und der Beamer installiert so das einigen Filmvorführungen und einer guten Mucke für das gesamte Wochenende nichts mehr im Wege stand.


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Die Truppe fand schnell zusammen und machte das Treffen wieder einmal zu einem echten Event mit toller Stimmung und ausnahmslos netten Leuten.


Natürlich wurde den Teilnehmern auch die neue Flagge der BG-D187 vorgestellt.



Unser BG-Mitglied Jochen hatte ein kleines Schmankerl mitgebracht.
Kleine Fläschen mit "Beschleuniger", das Etikett mit dem BG-Wappen geschmückt.
Eine tolle Idee.





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Unser Kafü "Jambo" Jürgen ( Foto Mitte) konnte auch die neuen BG-Pin's vorstellen und weitere Teile wie Wappen, Aufkleber, Aufnäher, Polo-Shirts etc. der BG-D187 anbieten.


Udo Raschke brachte einen ganzen Stapel Filme von der STANAV 83' mit
und verteilte diese kostenlos an die Teilnehmer


So verging der erste Abend rasend schnell und die Crew löste sich nach und nach auf um nach einem gesunden Schlaf am Samstagmorgen den Tag in Angriff zu nehmen.


Samstag 16.05.2009

Nach einem ausgiebigen und üppigen Frühstück in der Kantine des BFW ( alles was das Herz begehrte wurde aufgefahren) standen diverse Punkte an.
Die Crew sammelte sich zunächst gegen 09.00 Uhr um zum Hafen aufzubrechen.






Der Transfer per U-Bahn ging so flott wie lustig vonstatten und wir erreichten die Landungsbrücken pünktlich um auf der eigens für uns angemieteten Barkasse eine 2-stündige Hafenrundfahrt zu unternehmen.





Die Barkasse erreicht, vollzählig besetzt, ging es an mit der Tour durch den Hamburger Hafen.
2 satte Stunden waren gebucht und wurden vom Schiffsführer sowie unseren "Eingeborenen" ( Volker und Andi) erstklassig kommentiert.









Erst ging es durch die Speicherstadt mit ihren alten Umschlaghäusern in wilhelminischer Backsteingotik der Gründerzeit
Hinter den dicken Mauern lagern wohltemperiert hochwertige Güter: Kaffee, Tee, Kakao, Gewürze, Tabak










Vieles hat sich angesiedelt, ob das Miniatur-Wunderland der Eisenbahn, das Gewürz- und das Zollmuseum,
diverse Örtlichkeiten die Kunst oder Showzwecken dienen, im Kaispeicher B beispielsweise das Maritime Museum
welches wir nach der Hafenrundfahrt noch besuchen wollten.


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Weiter ging es entlang der grossen Überseeschiffe, reine Giganten die, wenn auch nur kurze Zeit, hier zum Löschen ihrer Ladung an die Pier gehen.
Durch die Wirtschaftskrise allerdings liegen vermehrt Schiffe im Hafen die auf Ladung warten







Verschiedene Transportmöglichkeiten, Hafenarbeit, Löschvorgänge etc. wurden uns erklärt.
Massenhafte Containerhalden waren zu sehen. All das machte schon Eindruck.





Weiter führte uns die Fahrt an verschiedenen Docks vorbei, einige besetzt mit "Monstern", andere leer und einige hundert Meter weiter ein Dock in dem z.B. die "Bismark" auf Kiel gelegt wurde.


Nebenbei sahen wir dann auch zwei neue Korvetten des Typ's K130 und wie mittlerweile zu lesen ist musste die Marine diese neuen Korvetten ausser Dienst nehmen, resp sie konnte sich gar nicht in Dienst stellen.
Probleme mit den Getrieben haben die neuen Ersatzboote der guten alten "S-Pützen" erst mal auf "Eis gelegt"





Wir fuhren weiter und kamen zu dem erst einige Tage zuvor getauften "Mein Schiff"
Knapp 2000 Passagiere finden auf dem 1996 gebauten und nun für 50 Millionen renovierten Ausflugsdampfer Platz.
262 Meter lang ,34 Meter breit und mit einer Crew von knapp 800 Leuten sollen die "Kreuzfahrer" künftig auf Ostseetouren versorgt werden.




Die Hafenrundfahrt hat allen viel Spass gemacht und es gab eine Menge zu sehen.
Die Truppe ging in der Nähe des maritimen Museums von Bord und sammelte sich,






Die Meute teilte sich in Männlein und Weiblein und während unsere Damen auf dem Weg in die City waren
( sie bekamen vom ReFü Verpflegungsgeld ) um Bummeln zu gehen,

machten sich die Herren der Schöpfung auf zum Maritimen Museum Hamburg.




Hier angekommen mussten wir noch eine Weile warten weil sich die Führung die für uns reserviert war etwas verzögerte.



Wir nutzen daher die freie Zeit um auf der Rückseite des Museums eine Stärkung in Form von Gerstensaft zu uns zu nehmen.
Dort war an diesem Wochenende ein kleiner mittelalterlicher Markt angesiedelt, diverse Stände zeigten Weberarbeiten, Schmiedekunst usw.
Die Verpflegungsstände wurden dann von uns genutzt.




Eine Weile später ging es dann in das Museum. 3000 Jahre Seefahrt- und Marinegeschichte aus aller Welt, verteilt auf 9 Etagen (hier Decks genannt)beeindruckten sehr.
Die junge aber durchaus sehr belesene "Fremdenführerin" die uns durch die Flure und Etagen begleitete, vermittelte die Geschichte sehr gut.




Natürlich hatten wir keine Chance alles zu sehen denn diese Sammlung maritimer Geschichte würde wohl mehr als einen ganzen Tag in Anspruch nehmen wollte man sich alles anschauen.










Nach dem Museumsbesuch stand nun ein weiterer Programmpunkt an.
Die Besichtigung von U434, dem ehemals russischen Spionage-U-Boot das nun als Austellungsboot besichtigt werden kann



U 434 ( russische Bezeichnung B 515 ) wurde 1976 nach nur 6-monatiger Bauzeit in Gorki (heute Nishniy Novgorod), voll einsatzbereit in Dienst gestellt.
U 434 stand 26 Jahre im Dienst der russischen Marine, bis April 2002.





Unsere Truppe machte sich also auf um dieses Überbleibsel des kalten Krieges mal von innen zu betrachten. Der erste Eindruck, wie sollte es auch auf einem U-Boot anders sein, es war mächtig eng und jemand mit Platzangst sollte soetwas wohl meiden.



Interessant waren die verbauten Gerätschaften, die Technik der Siebziger war hier dicht gepackt und jeden noch so kleinen Winkel Platz ausnutzend untergebracht.
Kojen und Messen, Kombüse und Abort liessen Einblicke in das damalige Leben an Bord zu und sogleich wurden wieder Vergleiche zu den Erfahrungen mit unseren 103ern angestellt.




Der ehrenamtliche Führer der uns durch die Mannlöcher und Luk's leitete, sah alsbald ein, dass er hier nicht irgendwelche Landratten vor sich hatte und so ersparte er sich nach einigen Anmerkungen auch mal Erklärungen wie "Steuerbord bedeutet Rechts" und ähnliches.










Insgesamt war es ein beklemmendes Bild was da gezeigt wurde und wir waren uns bald einig, dass die hohen Temperaturen in einem Kesselraum eines 103er's oder die ohrenbetäubende Lautstäke in einem Turbinenraum die Kriegsmarsch- und Übungsmarschwachen, eisige Tempearaturen am Polarkreis, oder schweisstreibende Übungen in Guantanmo, welche wir alle erlebt haben, eigentlich gar nicht so schlimm waren und als uns obendrein noch klar wurde, dass wir auf unserer "Lady" wenigstens alle einen eigenen Bock hatten, war das Urteil klar....U-Bootfahrer ist nicht jedermann's Job.


So verging der Nachmittag wie im Flug und die Truppe machte sich auf den Rückweg zum "Stützpunkt" im BFW.




Ein erneutes "Feuer an" und die Mitglieder wurden mit köstlichem Grillgut und lecker Gerstensaft versorgt.

Der Abend klang bei gemütlichem Klönschnack aus










Für das Jahr 2010 wurde ein erneutes Treffen beschlossen. Schließlich ist ein Jubiläum zu feiern

40 Jahre nach Indienststellung von D 187 Zerstörer Rommel

In diesem Sinne freuten sich bereits alle Telnehmer auf ein erneutes Zusammenkommen in nächsten Jahr